Drucken


Möglichkeiten der Wasserfilterung

Die sogenannten Kannenfilter blockfilter carbonit schnitt

besitzen eine Kartusche mit losem Aktivkohlegranulat und einer davon getrennten Schicht Ionenaustauscherharz. Beim Durchströmen des Granulatsbinden sich organische Verbindungen wie Geruchs- und Geschmacksstoffe sowie Chlorverbindungen an die Oberfläche der Aktivkohle. Das Harz gibt seinerseits Natrium und andere negativ geladene Ionen, mit denen es gesättigt wurde, bei Kontakt an das harte Wasser ab und nimmt dafür die Härtebildner Kalzium und Magnesium auf. Dies geschieht solange, bis sämtliche Ionen getauscht worden sind..Das Wasser wird dabei nicht gefiltert, sondern chemisch enthärtet. Überschreitet man die Aufnahmekapazität der Aktivkohle, kann sich die angeladene Schadstoffschicht unkontrolliert wieder lösen und zu sehr hoher Belastung des Wassers führen (Ausbluten). Wir können daher solche "Filter" nicht empfehlen: Metalle, Medikamentenrückstände, Asbestfasern und die meisten anderen Schadstoffe werden nicht oder nur unzureichend gefiltert. Die Enthärtung reichert das Wasser mit Salzen an. Darüber hinaus besteht aufgrund der losen Granulat- und Harzschüttung ein hohes Risiko der Verkeimung.*

 

 

Wasserfilterung durch Aktivkohle Blockfilterungblockfilter_carbonit_schnitt

Ein relativ neues Verfahren ist der sogenannte Aktivkohle - Blockfilter.  Durch sehr dicht verkoktes Filtergut entsteht ein physikalischer Filter, der feiner ist als die meisten Keime. Die hygienische Sicherheit ist von unabhängigen Untersuchungen bestätigt worden. Es wird eine bestimmte Aktivkohle verwendet, die neben den großen organischen Verbindungen auch Medikamentenrückstände, gelöstes Kupfer und Blei sowie den ungelösten, groben Kalk filtert. Auf chemische Enthärtung kann so verzichtet werden, da die störenden Effekte von hartem Wasser hauptsächlich von auf diesen Kalkanteil zurückgehen. Der Monoblock(r) kann durch die dichte Struktur mit einer Filterfeinheit von ca. 0,3µm auch nicht "ausbluten", sondern verstopft bei Auslastung, bietet also keine Gefahren.

Umkehrosmose

Das Umkehrosmose Filterverfahren ist in den 50er Jahren erfunden worden. Herzstück ist eine semipermeable Membran, wie sie in der Natur sehr häufig vorkommt. Befinden sich auf beiden Seiten der Membran Flüssigkeiten mit unterschiedlich hoher Menge an gelösten Salzen, so sorgt der sog. osmotische Druck für den Ausgleich der Salzkonzentration in dem reines Wasser aus der reineren Seite in die unreinere fließt - ganz von allein.Bei der Umkehrosmose drückt man unreines Wasser (z.B. Leitungswasser) gegen eine solche Membran. Durch die extrem kleinen Poren von ca. 1/10.000 µm gelangen praktischnur H2O-Moleküle auf die andere Seite. Dieses Verfahren bedingt, dass das Wasser, welches ausgepresst wird, stetig abfließen kann, da ansonsten die Membran verblocken würde. Dieses sog. Konzentrat wird ins Abwasser geleitet, etwa drei Teile auf ein Teil reines Wasser (Permeat). Die älteren Anlagen ohne sog. Permeatpumpe produzieren erheblich mehr Abwasser und sind daher weniger rentabel und umweltschonend. Das Umkehrosmose - Verfahren ist ein langsames Filterverfahren: normale Haushaltsanlagen liefern ca. 1-2 Liter reines Wasser pro Stunde. Bei Komfortanlagen fließt dieses in ein Reinwasser- Drucktank (mit 4-25 Litern Vorratsvolumen), von wo es über einen separaten kleinen Hahn mit angenehmem Druck entnommen werden kann. Die Umkehrosmose filtert alle organischen Stoffe zu 99-100% und alle gelösten zu 85-99%. Sie erhalten mineralarmes,schadstofffreies Trinkwasser.

Ionentauscher und andere Wasserfilter

Ionenaustauscherharze befinden sich in Kannenfilterpatronen und allenherkömmlichen 

ionentauscher prinzip

Enthärtungsanlagen. Auf kleinen Kunstharzkügelchen werden z.B. durch Kochsalzsättigung Natriumionen (Na+) angelagert. Das zu enthärtende Wasser fließt durch einen Behälter, gefüllt mit diesen Kügelchen. Das Harz ist chemisch derart beschaffen, dass die härtebildenden, zweifach positiv geladenen Kalzium und Magnesium-Ionen (Ca++ oder Mg++) lieber angelagert werden und dafür die Natrium-Ionen in das Wasser abgegeben werden. Härtebildende Ionen werden also gegen nicht-harte Ionen ausgetauscht.

Nachteile sind:

1.)Das Wasser wird leicht salzig.

2.) Die Harze erschöpfen sich und müssen erneuert (regeneriert) werden.

3.) Die großen inneren Oberflächen waren in der Vergangenheit verkeimungsanfällig.

4.) Ionentauscher sind - streng genommen - keine Filter, da Sie gegen die "abgefangenen" Stoffe stets die gleiche Menge anderer Stoffe in das Wasser entlassen.

 

Keramik-Silberfilter (Reisefilter)

sind bei hygienisch bedenklichem Wasser (z.B. Leitungswasser in Ländern mit niedrigem Standard) gut geeignet eine Trinkbarkeit sicherzustellen. Die Keramikporen sind sehr fein und halten bereits Bakterien zurück. Die eingelagerte Silberschicht desinfiziert zuverlässig. Als Haushaltsfilter sind diese Geräte nicht geeignet, da das Leistungsspektrum und der Durchsatz zu klein sind.

Membran-Mikrofiltration

Neuartige röhrenförmige Membranen aus einem sehr speziellen Kunststoff erreichen mit einer Filterfeinheit von ca. 0,15µm einen aktiven Virenschutz und haben dabei dennoch eine relative großen Durchflussmenge. Sie benötigen allerdingseinen guten Aktivkohle-Vorfilter, damit die Lebensdauer von ca. 6 Monaten erreicht werden kann.