Wellondo | Wassertrinken für Ihre Gesundheit
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Vielleicht ahnen Sie ja noch gar nicht, was einfaches Wassertrinken für Ihre Gesundheit tun kann?

Fereydoon Batmanghelidj

Der iranische Arzt Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj (ausgesprochen: Batmangeelidsch) wurde Ende der 70er-Jahre von der iranischen Revolutionsregierung verhaftet. Während seiner dreijährigen Gefangenschaft, die er nur durch seinen Einsatz als Gefängnisarzt überlebte, war er auf einfachste Mittel angewiesen. Ohne Medikamente behandelte er mit überraschenden Erfolgen seine Mitgefangenen nur mit Wasser. So entdeckte er die beeindruckende Heilkraft von reinem Wasser. Nach seiner Haftentlassung 1982 gelang ihm die Flucht in die USA. Dort erforschte er den Wassermangel als Ursache vieler degenerativer Krankheiten und die natürliche Heilkraft von Wasser. Er veröffentlichte mehrere Bücher, zahlreiche Artikel und präsentierte seine Ergebnisse bei internationalen Kongressen. Seine Untersuchungen zeigen, dass eine ausgewogene Versorgung mit Wasser viele schmerzhafte Erkrankungen, die heute meist mit Medikamenten behandelt werden, verhindern, lindern und sogar heilen kann. Dr. Batmanghelidj ist im November 2004 verstorben. Zeit seines Lebens engagierte er sich dafür, sein Wissen überall in der Welt einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Sämtliche Körperfunktionen sind auf ausreichende Wasserversorgung angewiesen. Daher hat Wassermangel auch so dramatische Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Durst oder ein trockener Mund sind kein sicheres Anzeichen für Wasserbedarf, diese Signale kommen erst viel zu spät. Hier erfahren Sie mehr dazu, wieso Wassertrinken so wichtig ist und worauf Sie dabei achten sollten.

Dr. Batmanghelidj, können Sie erklären, wie Sie zu dieser gewagten Aussage kommen?

Unser Körper besteht zu etwa 75 Prozent aus Wasser, das unseren Körper durchläuft und alle Organe und Gewebe damit versorgt. Im Wasser befinden sich natürlich auch Mineralien und Spurenelemente, die unser Körper braucht. Wenn dem Körper aber nicht ausreichend Wasser zur Verfügung steht, trocknet er aus. Dann kann der Stoffwechsel seine Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen, und es kommt zu Ausfällen, also Krankheiten. Diese Krankheiten werden dann meistens mit Medikamenten behandelt. Stattdessen wäre es besser, dem Körper das zu geben, was ihm wirklich fehlt - nämlich Wasser. Viele Symptome verschwinden dann ganz von alleine. Das klingt ungewohnt! Wie sind Sie auf die medizinische Wirkung von Wassertrinken gestoßen?  Meine Heilmethode habe ich nicht im wissenschaftlichen Labor entdeckt. 1971 wurde ich im Iran unter der damaligen Khomeini-Regierung inhaftiert. Die drei Jahre im Gefängnis habe ich nur durch meinen Einsatz als Gefängnisarzt überlebt. Da mir keine Medikamente zur Verfügung standen, blieb mir nichts anderes übrig, als meine Patienten nur mit Wasser zu behandeln. So entdeckte ich die einfachste aller Behandlungsmethoden: Wassertrinken.

Die traditionelle Schulmedizin ist da wohl anderer Meinung... Die moderne Medizin behandelt viele Krankheiten wie Diabetes, Allergien oder Asthma mit Medikamenten. Dabei vergisst sie völlig, dass zunächst der Wassermangel im Körper beseitigt werden muss. Erst dann, oder bei Symptomen, die noch weiterhin bestehen, können Medikamente sinnvoll sein. Oft ist dann aber nichts weiter nötig. Es ist Zeit für eine Kehrtwende: Auch die Menschen müssen endlich verstehen, dass man seinen Durst nicht mit Kaffee oder Cola löschen kann! Kaffeemangel macht schließlich nicht krank, Wassermangel aber schon.

Bedeutet das, dass man generell keinen Kaffee oder Alkohol trinken sollte, auch nicht in kleinen Mengen? Natürlich können Sie Kaffee oder Cola trinken, auch Tee oder Alkohol. Sie dürfen aber nicht vergessen, dass diese Dinge keine Durstlöscher sind. Im Gegenteil, sie entziehen dem Körper noch Wasser durch ihre harntreibenden Stoffe. Wenn Sie die getrunkene Menge an Kaffee oder Ähnlichem mit genauso viel Wasser ersetzen, dann sind auch diese Getränke erlaubt.

Woran merkt man, dass man nicht genügend getrunken hat? Die meisten Menschen denken, dass ein trockener Mund das beste Zeichen für Durst ist. Das ist aber falsch: Es ist das letzte Anzeichen für Durst! Wenn man einen trockenen Mund hat, dann leidet der Körper schon stark unter seinem Wassermangel. Es gibt aber eine ganz einfache Faustregel: Der Urin sollte immer farblos sein! Wenn er eine gelbe oder noch dunklere Farbe annimmt, dann heißt das, dass man nicht genügend Wasser getrunken hat.

Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj - Wassertrinken wirkt Wunder!

"Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!

Behandeln Sie Ihren Durst nicht mit Medikamenten!" Diese provokante These meint der weltbekannte iranische Arzt und Bestsellerautor wörtlich. Denn Wassertrinken ist so wichtig, dass der Körper nicht mehr richtig funktionieren kann, wenn er nicht genügend davon erhält. Und das äußert sich in vielfältigen Krankheiten, deren Symptome meist mit Medikamenten behandelt werden. Dabei sind sie der Schrei unseres Körpers nach

Wie viel Wasser ist denn "genügend", um gesund zu bleiben?

Dafür kann man keine exakten Angaben machen. Der Wasserbedarf des Körpers hängt von vielen Faktoren ab. Es kommt darauf an, was Sie gegessen haben, ob Sie Sport gemacht haben und dabei geschwitzt haben, sogar das Wetter kann ausschlaggebend sein. Ein Erwachsener sollte aber mindestens zwei Liter Wasser täglich trinken, das sind etwa sechs bis acht Gläser. Auf keinen Fall weniger! Sie werden nämlich feststellen, dass Sie auch zur Toilette müssen, wenn Sie nichts getrunken haben! Diese Flüssigkeit, und das sind meist bis zu 1,5 Liter, muss natürlich ersetzt werden.

Und welches Wasser ist am besten?

Solange es nicht chemisch verunreinigt ist, ist normales Leitungswasser durchaus in Ordnung. In Deutschland ist Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt, warum sollte man da etwas anderes trinken? Natürlich können Sie auch kohlensäurehaltigen Sprudel oder stille Wässer trinken. Leider neigen aber viele Menschen dazu, sich an eine bestimmte Wassermarke zu gewöhnen. Und wenn sie diese nicht bekommen können, dann trinken sie leider oft lieber gar nichts. Und das ist das Schlechteste, was sie tun können. Das klingt schon fast zu einfach, um wahr zu sein! Ist es aber! Trinken Sie ausreichend Wasser und achten Sie auf eine ausgewogene Versorgung mit Salzen und Mineralstoffen! Je mehr Wasser Sie trinken, umso mehr müssen sie die dadurch ausgeschwemmten Stoffe ersetzen. Das ist der Königsweg zu Gesundheit!

10 Tipps zum richtigen Wassertrinken:

  1. Trinken Sie jeweils eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser.
  2. Trinken Sie immer dann, wenn Sie durstig sind - auch während einer Mahlzeit.
  3. Trinken Sie 2,5 h nach einer Mahlzeit wieder Wasser.
  4. Trinken Sie morgens nach dem Aufstehen unbedingt Wasser, um den Flüssigkeitsverlust während der Nacht auszugleichen.
  5. Faustregel für die richtige Menge Wasser: Täglich gut 30 ml Wasser pro kg Körpergewicht. Das bedeutet bei 70 kg Körpergewicht 2,1 l Wasser pro Tag.
  6. Achten Sie darauf, dass kein Salzverlust entsteht, wenn Sie mehr Wasser trinken. Bei etwa 2 l Wasser täglich braucht Ihr Körper einen halben Teelöffel Naturbelassenes Salz.
  7. Alkohol, Kaffee und Schwarztee entziehen dem Körper Wasser - gleichen Sie dies durch zusätzliches Wassertrinken aus.
  8. Wasser ist besonders wichtig für Menschen, die wenig Obst und Gemüse essen.
  9. Trinken Sie Wasser vor dem Sport - wichtig fürs Schwitzen!
  10. Reines Wasser ist durch nichts zu ersetzen auch nicht durch Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Milch oder Säfte.

Fragen an Dr. Batmanghelidj auf Ihre Fragen :

Wenn ich einen trockenen Mund habe, dann weiß ich, dass ich jetzt etwas trinken muss. Gibt es auch noch andere Anzeichen für Wasser Bedarf ?

Ein trockener Mund ist bereits das letzte Anzeichen für Wassermangel. Denn um schlucken und kauen zu können, produziert der Körper selbst dann noch Speichel, wenn andere Teile des Körpers bereits unter schwer wiegendem Wassermangel leiden. Aber ja, es gibt auch noch weitere Anzeichen, beispielsweise Müdigkeit. Wenn Sie morgens aufwachen und nicht aufstehen wollen, dann sind Sie wahrscheinlich dehydratisiert. Wenn Sie grundlos ängstlich sind - auch das kann ein Zeichen von Wassermangel sein. Wenn Sie zu wenig Wasser trinken, dann funktioniert auch Ihr Gehirn nicht so gut, Sie werden unkonzentriert, lustlos und möglicherweise sogar depressiv. Wassermangel zeigt sich in verschiedenen gravierenden Symptomen, wie Arthritisschmerzen, Kopf- und Rückenschmerzen, Sodbrennen, Verstopfung.

Woran merke ich, dass ich genügend Wasser getrunken habe?

Wenn Ihr Urin farblos ist, dann haben Sie ausreichend Wasser getrunken. Selbst wenn Sie sechs, acht oder zehn Gläser Wasser getrunken haben, kann es sein, dass das noch nicht ausreichend für Sie ist. Ihr Wasserbedarf verändert sich, abhängig davon, was Sie essen, wie das Wetter ist, wie viel Sie sich bewegen und wie aktiv Ihr Lebensstil ist. Manchmal werden Sie also sehr viel mehr Wasser brauchen und mit einer Menge von acht Gläsern nicht auskommen. Die einfachste Möglichkeit, das herauszufinden, ist die Farbe Ihres Urins zu überprüfen. Eine sehr dunkle Farbe bedeutet, dass Ihnen definitiv Wasser fehlt, eine hellgelbe Farbe weist darauf hin, dass die Wasserversorgung bereits Grenzwertig ist.


Warum habe ich noch mehr Durst, wenn ich viel Wasser trinke?

Das Durstgefühl verhält sich wie jedes andere Gefühl auch: Schenkt man ihm Beachtung,

verstärkt es sich - trinkt man also viel Wasser, dann wird der Durst immer größer. Man darf hierbei jedoch nicht vergessen, dass auch der Salzspeicher des Körpers aufgefüllt werden muss, da das Wasser das Salz und die Mineralstoffe "herausspült". Sobald man ausreichend davon aufnimmt, pendelt sich das Durstgefühl auf einem gesunden Niveau ein - denn auch die Mineralstoffe "stillen" den Durst. Trinkt man viel Wasser, muss auch die Zufuhr von Kalzium, Kalium, Magnesium, Selen und Zink sichergestellt sein. Diese Stoffe sind dafür zuständig, dass der Körper das aufgenommene Wasser in den Zellen speichern kann. Natrium hingegen sorgt dafür, dass die Zelle auch von Wasser umgeben ist. Diese beiden "Gewässer", wenn man es so nennen möchte, müssen in Einklang gebracht werden. Nimmt das eine im Verhältnis zum anderen zu oder ab, so entsteht ein Ungleichgewicht. Das führt dazu, dass die Zellen entweder "platzen" oder völlig austrocknen.

Seit ich genügend Wasser trinke, muss ich ständig zur Toilette gehen. Kann ich irgendetwas dagegen tun?

Nicht wirklich, der Körper muss das überflüssige Wasser natürlich wieder ausscheiden. Was man jedoch tun kann, ist vor dem Essen Wasser zu trinken. Dadurch kommt es beim Verdauen der Nahrung zum Einsatz und wird nicht ganz so schnell wieder ausgeschieden.

Welche Art von Wasser ist empfehlenswert, mit oder ohne Kohlensäure? Ist Mineralwasser besser als das Wasser aus dem Hahn?

Weder noch: Stilles Wasser ist zwar besser als kohlensäurehaltiges Wasser, aber die Kohlensäure verringert wiederum den Phosphatgehalt im Körper. Steht einem kein Mineralwasser zur Verfügung, ist das kein Nachteil - Mineralwasser ist eigentlich ein Luxus. Jeder hat Zugang zu Wasser aus dem Hahn und der Körper kann es problemlos aufnehmen. Dr. Batmanghelidj empfiehlt, zu Hause dieses Wasser zu trinken, unterwegs oder in einem Restaurant jedoch lieber stilles Wasser.

Ich trinke gerne warmes Wasser - ist das auch in Ordnung?

Natürlich, das ist auch in Ordnung.

Man liest immer wieder davon, dass destilliertes Wasser besonders gut sei. Was meint Dr. Batmanghelidj dazu?

Es macht keinen Sinn das Wasser zu destillieren, da der Körper die darin enthaltenen Mineralien benötigt. Wenn es sich also um gutes Wasser handelt, gibt es keinen Grund, es zu destillieren und all jene Mineralstoffe zu entfernen, die der Körper dann wieder mithilfe von Ergänzungsmitteln aufnehmen muss. Ständiges Trinken von destilliertem Wasser über einen längeren Zeitraum kann durch den fortdauernden Entzug von Elektrolyten zu Gesundheitsstörungen führen.

Was halten Sie von gefiltertem oder mit zusätzlichem Sauerstoff versetztem Wasser? Oder sollte man sogar Quellwasser trinken?

Jedes Wasser, womit sich der Körper wohl fühlt, ist gut. Aber man sollte sich nicht auf eine bestimmte Marke festlegen - die Erfahrung hat gezeigt, dass die Leute dann lieber nichts trinken, als auf eine andere Sorte auszuweichen. Eine besondere Wasserqualität ist nur zweitrangig. Es ist ein Luxus, wenn man sich die Wassersorte aussuchen kann. Für die Gesundheit ist in erster Linie wichtig, ausreichend Wasser zu trinken - alles andere ist purer Luxus!

Was halten Sie von gefiltertem oder mit zusätzlichem Sauerstoff versetztem Wasser? Oder sollte man sogar Quellwasser trinken?

Jedes Wasser, womit sich der Körper wohl fühlt, ist gut. Aber man sollte sich nicht auf eine bestimmte Marke festlegen - die Erfahrung hat gezeigt, dass die Leute dann lieber nichts trinken, als auf eine andere Sorte auszuweichen. Eine besondere Wasserqualität ist nur zweitrangig. Es ist ein Luxus, wenn man sich die Wassersorte aussuchen kann. Für die Gesundheit ist in erster Linie wichtig, ausreichend Wasser zu trinken - alles andere ist purer Luxus

Dr. Batmanghelidj schreibt, dass man keinen Tee trinken soll. Sind damit alle Teesorten gemeint?

Er bezieht sich auf Teesorten mit Tein, wie Schwarztee und grüner Tee. Bei Kräutertees kommt es immer auf die Kräuter an, dünner Pfefferminz- oder Kamillentee ist jedoch in Ordnung. Man sollte aber auch immer darauf achten, jeden Tag außerdem auch Wasser ohne Zusätze zu trinken. Auch Kräutertees sind kein Ersatz für pures Wasser.

Was hält Dr. Batmanghelidj von levitiertem Wasser?

Da es dadurch mit zusätzlichem Sauerstoff angereichert wird, kann es bedenkenlos getrunken werden. Die Veränderungen in der chemischen Struktur des Wassers haben jedoch keine Auswirkungen auf unseren Körper, da die Zellen - anders als häufig angenommen wird - das Wasser in einzelne Moleküle aufgeteilt absorbieren. Welche chemische Struktur das Wasser auch immer hat, der Körper hat seine eigene Methode, um die Zellen mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Es ist jedoch möglich, dass levitiertes Wasser als besseres Lösungsmittel fungiert.

Oft wird empfohlen, auf eine salzarme Ernährung zu achten. Die Wasserbücher befürworten das Gegenteil - was soll ich tun?

Unser Körper benötigt unbedingt Salz, um gesund zu bleiben. Ich empfehle einen viertel Teelöffel Salz pro Liter Wasser. Das ist nicht viel, aber der Körper benötigt diese Mindestmenge, um einen gesunden Wasserhaushalt innerhalb und außerhalb der Zellen aufrechtzuerhalten

Welche Art von Salz soll man zu sich nehmen? Meeressalz oder ganz normales raffiniertes Salz, das man auch zum Kochen verwendet? Oder sollte man Salz aus dem Reformhaus oder möglicherweise sogar Himalaya-Salz nehmen?

Alle nicht raffinierten Salze beinhalten bis zu 80 Prozent Spurenelemente, die der Körper benötigt. Ich empfehle daher unraffiniertes Salz, woher es kommt, spielt dabei keine Rolle.

Warum enthält Meeressalz kein Jod? Ich dachte immer, Meeressalz sei die beste Möglichkeit, ausreichend Jod aufzunehmen!

Es enthält nicht genügend Jod! Wenn Sie das nächste Mal einkaufen gehen, lesen Sie die Mengenangaben auf der Verpackung - Sie werden feststellen, dass die dort angegebene Menge nicht ausreicht und Sie Ihrem Körper mehr Jod zuführen müssen. Der geringe Jodgehalt rührt daher, dass Meerespflanzen ebenfalls viel Jod benötigen, beispielsweise Seetang. Wenn Sie getrockneten Seetang mögen, dann können Sie mit jedem Gramm davon 132 mg Jod aufnehmen! Andere Grüngemüse, vor allem Kopfsalat und Spinat, haben ebenfalls einen hohen Jodgehalt. Um also einem Jodmangel vorzubeugen, reicht es nicht, Meeressalz zu verwenden, man muss auch auf eine jodhaltige Ernährung achten!

Erhöht Wassertrinken den Blutdruck?

Nein, im Gegenteil: Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, sind meist von chronischem Wassermangel betroffen. Die Blutgefäße des Körpers verfügen über winzige Löcher oder Hohlräume, die sich öffnen oder schließen, um die Blutmenge zu regulieren. Verliert der Körper Wasser oder nimmt er zu wenig davon auf, dann wird den Zellen, dem extrazellulären Milieu und dem Blut Wasser entzogen. Die Blutgefäße passen sich diesem Verlust an, indem sie ihren Querschnitt verringern. Dadurch kommt es zu einem messbaren Anstieg der Spannung in den Arterien und Bluthochdruck entsteht.

Hilft Wassertrinken auch bei Verdauungsproblemen ?

Der Darmtrakt braucht viel Wasser, um feste Nahrung aufzuspalten. Je größer der Wassermangel im Körper ist, desto langsamer arbeitet auch der Darm, damit ihm genügend Zeit bleibt, das in der festen Nahrung enthaltene Wasser zu resorbieren. Chronischer Wassermangel und eine daraus resultierende Verstopfung begünstigen außerdem die Entstehung von Krankheiten des Dick- und Enddarms.

Wann soll ich trinken? Vor oder nach dem Essen?

 

Wasser sollte man möglichst vor den Mahlzeiten trinken – am besten eine halbe Stunde vor dem Essen, um den Verdauungstrakt auf die Nahrungsaufnahme vorzubereiten. Außerdem sollten Sie natürlich auch immer dann trinken, wenn Sie durstig sind, also auch während der Mahlzeit. Um den Verdauungsprozess abzuschließen und den dadurch verursachten Wassermangel zu beheben, sollten Sie etwa zweieinhalb Stunden nach einer Mahlzeit wieder Wasser trinken. Und auch morgens, nach dem Aufstehen, sollten Sie als Erstes zum Wasser greifen – und nicht zum Kaffee!

 

Was erkennen wir aus den Antworten von Dr. med. Fereydoon Batmanghelidj

Erkenntnis Nr. 1: Wassertrinken verhindert und heilt Sodbrennen.

Sodbrennen ist ein Zeichen für Wassermangel im oberen Magen-Darm-Bereich und gehört zu den wichtigsten "Durstbeschwerden". Die Einnahme von Medikamenten zur Neutralisierung der Magensäure und Schmerzmitteln kann den Wassermangel nicht beheben und der Körper leidet weiter unter diesen Entzugserscheinungen. Das Tragische daran: Wird Sodbrennen nicht als Wassermangel diagnostiziert und werden die Symptome mit diversen Medikamenten behandelt, so kann dies im
Vorstadium zu einer Gastritis und schließlich zu einem Magengeschwür führen. In besonders schlimmen Fällen kommt es sogar zu Magen-, Darm-, Leber oder Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Erkenntnis Nr. 2: Wassertrinken verhindert und heilt Arthritis.

Rheumatoide Gelenkschmerzen - Arthritis - sind ein Signal dafür, dass in der betreffenden Körperregion Wasser fehlt. Dieses Problem betrifft sowohl junge wie auch ältere Menschen. Der Einsatz von Schmerzmitteln ist nicht nur zwecklos, sondern fügt dem Patienten nur noch zusätzlichen Schaden zu. Ausreichendes Wassertrinken und geringe Mengen von Salz können hier Abhilfe schaffen.

Erkenntnis Nr. 3: Wassertrinken verhindert und heilt Kreuzschmerzen.

Kreuzschmerzen und eine Degeneration der Bandscheiben sind ein Zeichen für Wassermangel in der Knorpelschicht, die die Knochensubstanz schützt und das Aneinanderreiben der Knochen verhindert. Durch den Druck des Körpergewichts wird bei Bewegungen ständig Wasser aus den Bandscheiben gepresst und sie verlieren ihre Eigenschaft als "Stoßdämpfer". Diese Beschwerden können durch eine ausreichende Wasserzufuhr geheilt werden - keine konventionelle Behandlungsmethode, aber eine effektive! Das Tragische daran: Werden Arthritis und Kreuzschmerzen nicht als Wassermangel in den Gelenken diagnostiziert und kommt es zum Einsatz von schmerzstillenden Medikamenten, Akupunktur oder einem chirurgischen Eingriff, so stirbt der Gelenkknorpel ab und es kann Gelenkarthrose entstehen. Dies kann zu Deformierungen des Rückgrates und schließlich zu Lähmungen und Verkrüppelung einzelner Glieder führen. Hinzu kommt, dass der Einsatz von Schmerzmitteln ebenfalls nicht ohne schädliche Nebenwirkungen für den Organismus ist.

Erkenntnis Nr. 4:Wassertrinken verhindert und heilt Angina pectoris.

Angina pectoris ist ein Signal dafür, dass im Bereich zwischen Herz und Lunge Wassermangel herrscht. Sie sollte solange mit ausreichendem Wassertrinken behandelt werden, bis der Patient schmerzfrei ist und alle Medikamente absetzen kann. Eine ärztliche Betreuung ist in jedem Fall angebracht. Und dennoch - eine gesteigerte Wasserzufuhr führt zur Heilung von Angina pectoris.

Erkenntnis Nr. 5: Wassertrinken verhindert und heilt Migräne.

Migränekopfschmerzen sind ein Zeichen für den Wassermangel des Gehirns und der Augen. Die migränebedingten Kopfschmerzen verschwinden, sobald keine Unterversorgung des Körpers mit Wasser mehr vorherrscht. Diese Art von Wasserknappheit, die Migräne auslöst, kann zu Augenentzündungen und schließlich zur Erblindung führen.

Erkenntnis Nr. 6: Wassertrinken verhindert und heilt Kolitis.

Kolitisschmerzen treten bei Wassermangel im Dickdarm auf. Ist dieser Darmabschnitt ausgetrocknet, so kommt es zu verstärkten Kontraktionen, damit auch der letzte Tropfen Wasser aus den verdauten Nahrungsrückständen herausgepresst werden kann. Das Tragische daran: Werden Kolitisschmerzen nicht als Wassermangel erkannt, verursacht dies anhaltende Verstopfungsbeschwerden. Dies kann mit der Zeit zu chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Divertikulitis, Hämorrhoiden und Polypen
führen und vergrößert das Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

Erkenntnis Nr. 7: Wassertrinken verhindert und heilt Asthma.

Weltweit sind 14 Millionen Kinder von Asthma betroffen, jedes Jahr sterben mehrere Tausend Asthmatiker durch Ersticken. Leidet der Körper an Wassermangel, so wird das Lungengewebe anfällig für Krankheiten, da die Lungenbläschen sehr dünne Wände haben und auf Wasser angewiesen sind, um feucht zu bleiben. Ausreichende Wasserzufuhr kann Asthmaanfälle verhindern. Zusätzlich kann die Aufnahme von Salz die Verschleimungen in der Lunge lösen und so wieder ein freies Durchatmen ermöglichen. Das Tragische daran: Erkennt man Asthma nicht als Alarmsignal, das durch Wassermangel im Körper eines heranwachsenden Kindes hervorgerufen wird, so führt dies nicht nur zum Tod Tausender jedes Jahr, sondern auch zu unwiderruflichen Schäden am Erbgut der 14 Millionen Kinder, die an Asthma leiden.

Erkenntnis Nr. 8: Wassertrinken verhindert und heilt Bluthochdruck.

Bluthochdruck entsteht durch einen anhaltenden Wassermangel im Körper. In diesem Fall steht nicht ausreichend Wasser zur Verfügung, um alle Blutkörperchen und somit auch alle anderen Körperzellen ausreichend zu versorgen. Um das Wasser, das aus dem Blut herausgefiltert wird, durch winzige Hohlräume in der Membran in alle Körperzellen zu "injizieren", muss ein bestimmter "Druck" vorherrschen. Je größer der Wassermangel im Körper ist, umso weniger Wasser enthalten die Blutzellen und verringern, um weiterhin gefüllt zu sein, ihre Größe. So kommt es zu einem messbaren Anstieg der Spannung in den Arterien - hoher Blutdruck entsteht. Durch vermehrte Zufuhr von Wasser und Salz wird der Blutdruck wieder normalisiert. Das Tragische daran: Wird nicht erkannt, dass Bluthochdruck auf Wassermangel im Körper zurückzuführen ist, und behandelt man ihn mit entwässernden Diuretika, die den Körper noch weiter austrocknen, kann dies schließlich zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und sogar Lähmungserscheinungen führen. Häufig werden auch Nieren- oder Gehirnschäden wie Alzheimer dadurch verursacht.

Erkenntnis Nr. 9:Wassertrinken verhindert und heilt Altersdiabetes.

Auch die Entstehung von Altersdiabetes wird durch anhaltenden, gravierenden Wassermangel im Körper begünstigt. Da die ausreichende Versorgung des Gehirns mit Wasser oberste Priorität hat, verhindert der Körper die Ausschüttung von Insulin, das für die Wasserverteilung im Körper zuständig ist. Dies führt dazu, dass alle anderen Körperzellen nur notdürftig mit Wasser versorgt werden. Wassertrinken und die Aufnahme von Salz kann Altersdiabetes in einem frühen Stadium heilen. Das Tragische daran: Erkennt man nicht, dass die Ursache für Altersdiabetes die Austrocknung des Körpers ist, verursacht dies massive Schäden an den Blutzellen des ganzen Körpers. Dies kann zum Verlust von Gliedmaßen bis hin zu Augenschäden oder sogar Blindheit führen.

Erkenntnis Nr. 10: Wassertrinken senkt den Cholesterinspiegel.

Ein hoher Cholesterinspiegel ist ein Anzeichen für die beginnende Austrocknung des Körpers. Cholesterin ist ein natürlicher "wasserdichter Lehm", der, in die Zwischenräume der Zellmembran eingelagert, die Zellstruktur aufrecht erhält und übermäßigen Wasserverlust verhindert. Cholesterin ist nicht nur für die Produktion von Nervenzellmembranen und Hormonen verantwortlich, sondern wird auch als "Schutzschild" gegen andere Zellen eingesetzt, um den Entzug von Wasser durch die Zellmembranen zu verhindern.

Erkenntnis Nr. 11:Wassertrinken hat eine positive Wirkung auf Magen-Darm-Beschwerden, Sodbrennen, Kopfschmerzen oder beispielsweise Konzentrationsschwierigkeiten.

Diese Beschwerden und Krankheiten werden durch einen anhaltenden Wassermangel ausgelöst. Die Symptome lassen nach und können sogar ganz verschwinden, sobald der Körper ausreichend mit Wasser versorgt wird. Zusätzlich sollte hierbei für ausreichend Bewegung gesorgt werden.