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Nach Keimfund Wasserbetriebe verteilen Trinkwasserbeutel in Spandau

Die Berliner Wasserbetriebe haben am Freitag in Spandau sogenannte Notfallbeutel mit Trinkwasser verteilt. Die kostenlosen Rationen umfassten jeweils 1,5 Liter, sagte ein Sprecher. Im Trinkwasser des Bezirks waren Coli-Bakterien entdeckt worden. Die Behörden sprachen deshalb am Donnerstag ein vorsorgliches Abkochgebot aus, das zunächst bis Samstag gilt. Betroffen ist das Gebiet ab nördlich der Heerstraße bis zum Spandauer Forst sowie westlich der Havel bis Falkensee.

Laut Sprecher wurden die Trinkwasserbeutel am Freitag unter anderem an Kindertagesstätten, in Altenheimen und vor dem Rathaus Spandau ausgehändigt. Ebenfalls verteilt würden Handzettel. „Wir arbeiten eng mit den Gesundheitsämtern und den Amtsärzten zusammen“, sagte er. Betroffen vom verseuchten Wasser könnten seinen Angaben zufolge bis zu rund 200.000 Menschen sein.

Die zuständige Spandauer Bezirksstadträtin Daniela Kleineidam (SPD) sprach von 130.000 bis 150.000 potenziellen Betroffenen. Unter ihrer Federführung sollten noch am Freitag in den betroffenen Gebieten an sechs Stellen Wasserproben genommen werden, die zur Untersuchung an das Landeslabor Berlin-Brandenburg in der Berliner Invalidenstraße gehen. Wann die Untersuchungsergebnisse vorliegen, ist bislang noch unklar.

Lesen Sie hier den Artikel im "Der Tagesspiegel Berlin"